Ernährungsbildung und -netzwerke

Ernährungsbildung und -netzwerke

Da Ernährung für die Gesundheit so wichtig ist, ist es uns ein wesentliches Ziel, Menschen zu helfen, sich Fragen dazu zu stellen, z. B. Woher kommt mein Gemüse? Wie kann ich selbst mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen, für eine wohlschmeckende, gesunde Mahlzeit sorgen?

Essbare Stadt Mühlhausen wendet sich mit unterschiedlichen Projekten und Veranstaltungen an alle StädterInnen, aber auch besonders an Kinder und Jugendliche. Wir schaffen Möglichkeiten durch Vorträge, Verkostungen und praktische Mitmachangebote, die eigene Ernährungsform zu prüfen.

Unsere Ernährung ist ein Thema, das viele erreicht, wenn wir es schaffen, es erlebbar zu machen.

Regina Koschine, Essbare Stadt Mühlhausen e.V.

Was wir darunter verstehen

Türöffner

Ernährungsbildung öffnet für Vereinsmitglieder und BesucherInnen die Tür, eigene Lebensweisen selbstbestimmt zu hinterfragen – und gegebenenfalls zu verändern -, ohne z.B. die bisherige Ernährungsform negativ bewerten zu müssen.

Voran in die Geschichte

Regionalität und Saisonalität sind wesentliche Schwerpunkte, die unseren Ernährungsstil beeinflussen. Das ist seit vielen Jahrhunderten so. Wenn wir in die Vergangenheit schauen, verstehen wir, warum bestimmte Nutzpflanzen in und um Mühlhausen angebaut wurden.

Brücken bauen

Ernährung ist ein Thema, das alle angeht und tägliches Programm in unserem Leben ist. Gärtnerische und kulinarische Projekte haben sich vielfach bewährt, um Barrieren zu überbrücken – zwischen Generationen, zwischen Kulturen, zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.

Konkrete Ansätze in Mühlhausen

Wege zum Genießen

Wir laden in unser Gewächshaus oder zu unserem Stand auf dem Grünmarkt oder zum „Tag der offenen Gärten“ ein, wo wir gesundes Gemüse oder Suppen und Aufstriche anbieten, die damit verbundenen Rezepte weitergeben und Fragen zum eigenen Anbauen und Pflegen beantworten.

Die Jugend ins Boot holen

Wir bieten Schulen an, sie bei der Gestaltung von Schulgärten zu unterstützen. Die SchülerInnen lernen, Pflanzen selbst anzubauen, zu pflegen und zu ernten. Sie lernen Wildkräuter kennen und die angebauten Gemüsesorten und Kräuter zu verarbeiten.

Starke Ernährungsnetzwerke

Neben unserer Bildungsarbeit engagiert sich Essbare Stadt Mühlhausen durch öffentliche Veranstaltungen für den Aufbau lokaler Ernährungsnetzwerke: zwischen Produzentinnen und Konsumentinnen, zwischen Schulen und Bauernhöfen, zwischen Gastronomie und Kleingärten.

Warum das wichtig ist

Wissen, was man isst

Wer selbst anbaut, achtet mehr auf das, was er isst oder einkauft. Wer weiß, woher sein Essen kommt, trifft bewusstere Entscheidungen. Dieses Wissen ist genauso wichtig für die persönliche Gesundheit wie für die globale Entwicklung.

Viele Köche genießen den Brei

Essen verbindet. Wer gemeinsam kocht und isst, baut an Gemeinschaft. Ernährungsbildung ist damit nicht nur Wissensvermittlung – sie ist Demokratisierung von Wissen, Stärkung von Selbstwirksamkeit und ein Beitrag zu mehr sozialer Teilhabe.

Ernährung erzählt Geschichte(n)

Ernährungsbildung und -netzwerke fördern Vielfalt und Identität. Wir sorgen durch praktische Veranstaltungen für das Kennenlernen neuer interkultureller Gerichte und das Wiederbeleben von alten Nutzpflanzen, die städtische Bedeutung haben - z. B. Pflaume, Brunnenkresse und Waid.